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René Pape, Bass

René Pape ist eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten der jüngeren Generation. In Dresden geboren und auf den größten Bühnen der Welt zu Hause umgibt den „Atlas unter den Bässen“ (Frankfurter Allgemeine) mit seinem unvergleichlichen Timbre aus bassiger Urgewalt und künstlerischem Feingefühl „die Aura eines Popstars“. (DIE PRESSE)

Von Gurnemanz bis Filippo II., von Sarastro bis Méphistophele, von Boris Godunov bis Rocco interpretiert Pape seit Jahren sämtliche Hauptpartien seines Faches mit den großen Künstlerpersönlichkeiten der klassischen Musikszene wie Sir Georg Solti, Daniel Barneboim, James Levine, Zubin Metha oder Valery Gergiev.

Von seinem Berliner Stammhaus „Unter den Linden“ entfaltet René Pape seit 1998 eine umfangreiche und vielfältige Gastiertätigkeit. Sir Georg Solti holte den „Black Diamond Bass“ für die Partie des Sarastro zu den Salzburger Festspielen (1991 in der Regie von Johannes Schaaf, 1997 in der Regie von Achim Freyer), die er auch unter dessen Leitung an der Mailänder Scala gesungen hatte. Unter Sir Georg Solti interpretierte er bei den Salzburger Festspielen 1996 auch die Partie des Rocco in der von Herbert Wernicke inszenierten Neuproduktion des »Fidelio«, 1998 sang er Filippo II. in »Don Carlo« unter Lorin Maazel und im Festspielsommer 2000 Leporello in »Don Giovanni« unter Valery Gergiev. Wiederholt verkörperte er die Partie des Sarastro und trat in dieser Rolle 2005 unter Riccardo Muti erneut auf. 1994 wurde René Pape von Wolfgang Wagner zu den Bayreuther Festspielen für »Das Rheingold« (Fasolt) unter James Levine verpflichtet. Unter Levine gab René Pape 1995 auch sein erfolgreiches Debüt an der Metropolitan Opera New York. Inzwischen reichen seine Verpflichtungen an diesem Haus bis ins Jahr 2013 und beinhalten Partien wie Gurnemanz (damals sein Rollendebüt unter Valery Gergiev), König Heinrich sowie die Neuinszenierungen von »Tristan und Isolde« (König Marke), »Fidelio« (Rocco), »Carmen« (Rollendebüt als Escamillo) und »Faust« (Rollendebüt als Mephisto). Zudem tritt er regelmäßig an den anderen großen amerikanischen Opernhäusern in San Francisco, Chicago und Los Angeles auf.

“René Pape ist ein Künstler mit Charisma, Intelligenz und einer unter Millionen einzigartigen Stimme: das luxuriöses Timbre von Papes geschmeidigem, ausdrucksstarkem Bass ist unverkennbar. Seine samtige, dunkelbraune Struktur schießt einem mit frappantem Glanz ins Ohr.“ (Opera News)


Auch an den bedeutenden europäischen Musikzentren ist René Pape ein gefragter Künstler: wie am Royal Opera House Covent Garden London, wo er 1997 unter Valery Gergiev als König Heinrich in »Lohengrin« debütierte. Wiedereinladungen für »I Masnadieri« und »Lohengrin« folgten. Unter James Conlon sang er erstmals 1998 an der Opéra National de Paris die Partie des König Marke in »Tristan und Isolde«; 2001 kehrte er mit der Partie des Philipp in »Don Carlo« dorthin zurück. An der Seite von Waltraud Meier und Plácido Domingo sang René Pape die Partie des Hunding unter Daniel Barenboim an der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden und in Japan. Gastauftritte bei den Festivals von Glyndebourne, Orange, Luzern, den White Nights in St. Petersburg sowie in der Arena di Verona, in der er als erster deutscher Sänger seit der Erstaufführung 1913 in Bizets »Carmen« als Escamillo auftrat, gehören ebenso zu seinen künstlerischen Aktivitäten. Im Rahmen der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche sang René Pape im November 2005 in einer Aufführung von Beethovens »Missa Solemnis« mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Chor der Sächsischen Staatsoper unter Fabio Luisi – das Konzert wurde von ARTE ausgestrahlt. In Verbindung mit der Staatsoper Unter den Linden unter Daniel Barenboim und der Metropolitan Opera New York unter James Levine wirkte René Pape 2006 und 2007 bei Konzerten und Operngalavorstellungen in Japan mit. Im Mozartjahr 2006 sang er auch die Titelpartie in »Don Giovanni« an der Staatsoper Unter den Linden, in Las Palmas und auf Teneriffa (konzertant), den Sarastro bei den Salzburger Festspielen sowie an der Metropolitan Opera in New York als auch in einer Kino-Filmproduktion der »Zauberflöte« in englischer Sprache in der Regie von Kenneth Brannagh. Kürzlich war René Pape in der Titelrolle von »Boris Godunow« an der Dresdner Semperoper in einer Inszenierung von Christian Pade zu hören.

René Papes Ernennung zum Berliner Kammersänger erfolgte im Juli 2000. Im Dezember 2001 wurde der Bassist von der US-Zeitschrift »Musical America« in der Carnegie Hall zum Sänger des Jahres gewählt und in einer Kritikerumfrage der Zeitschrift »Opernwelt« im Oktober 2006 zum »Sänger des Jahres« der Spielzeit 2005/2006 gekürt. 2006 erhielt er auch den »Opera News Award« in New York.

Neben seinen Aufgaben im Bühnenbereich entfaltet René Pape eine intensive Konzerttätigkeit. Er ist Solist der internationalen Spitzenorchester und tritt mit so bedeutenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Kurt Masur, Semyon Bychkov, Zubin Mehta, Antonio Pappano, Wolfgang Sawallisch, Lorin Maazel, Riccardo Muti, Sir Colin Davis und James Levine auf.

Für seine unzähligen Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenproduktionen wurde Pape mit den weltweit wichtigsten Musikpreisen ausgezeichnet. Darunter der GRAMMY (1998 und 2003) sowie der ECHO-Klassik für seine aktuelle Solo-CD „Gods, Kings and Demons“ 2009.

Der europäische Kultursender ARTE widmete René Pape 2006 sein eigenes und sehr persönliches Künstlerportrait:

 „René Pape ist ein Star, der wie kein anderer eine neue Generation von Opernsängern vertritt. Das Porträt "René Pape - Mein Herz brennt" zeigt einen wandlungsfähigen Künstler zwischen Oper und Rock, Wagner und "Rammstein", von der klassischen Sängerpose bis hin zum diabolischen Verführer.“ (ARTE, „Mein Herz brennt“)